Auswandern nach China

China gilt als eines der beliebtesten Auswandererziele Asiens. Menschen aus aller Herren Länder kamen in den vergangenen Jahren in das Land, meist mit der Absicht beruflich aufzusteigen. Chinas aufstrebende Wirtschaft ist hierfür eine hervorragende Voraussetzung. Mit den Vor- und Nachteilen des chinesischen Lebens sowie den Vorbereitungen für das Auswandern beschäftigt sich der folgende Text.

China lockt mit guten Karrierechancen, hohen Verdiensten und Aufstiegsmöglichkeiten. Gerade in den großen Städten der Ostküste ist die Anfrage nach qualifizierten Arbeitskräften hoch. Weitere Vorteile von Städten wie Hong Kong, Peking oder Shanghai sind eine gute Wohnqualität, ein stabiles Gesundheitssystem sowie große Fortschritte im Bereich Forschung und Wissenschaft.

Aufgrund dieser positiven Faktoren ist allerdings auch die Konkurrenz in den oben genannten Regionen besonders groß. Ein eigenes Unternehmen aufzubauen ist in vielen Fällen nahezu unmöglich und Arbeitnehmer müssen mit langen Arbeitszeiten und weniger Urlaub rechnen. Des Weiteren ist das Leben in China lang nicht mehr so günstig, wie es einst war. Gerade in urbanen Regionen werden Kosten erhöht, während die Lebensqualität aufgrund von hoher Umweltverschmutzung abnimmt.

Diejenigen, für die die positiven Seiten Chinas überwiegen und die sich auf ein komplett neues kulturelles Umfeld einlassen können, müssen das Auswandern nach China sehr gut planen. Zum Einwandern wird das sogenannte D-Visum benötigt. Dieses richtet sich an Personen, die über lange Zeit oder für immer in China leben wollen. Zum Arbeiten berechtigt es allerdings nicht. Hierfür müsste ein Z-Visum beantragt werden, dass ein Jahr gültig ist.

Für die Beantragung jeglicher Visa für China wird ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass mit einer leeren Seite für das Visum benötigt. Darüber hinaus muss der Antragsteller ein für das jeweilige Visum entsprechendes Formular, ein Passfoto und ein Gesundheitszeugnis inklusive AIDS-Test vorlegen.

Generell gilt: Auswandern will gut geplant sein. Wer Hals über Kopf nach China geht, läuft Gefahr, dort nicht glücklich zu werden. Im Vorfeld sollten die Landessprache gelernt und Informationen über Land und Leute eingeholt werden. Vorab schon einmal als Tourist einzureisen, ist ebenfalls empfehlenswert. Außerdem ist ein gewisses Startkapital unbedingt erforderlich. So ist der Auswanderer finanziell abgesichert und flexibel.

Es ist wichtig, sich Gedanken über die Gründe des Auswanderns zu machen. Was zieht mich nach China? Wieso ausgerechnet dieses Land? Oftmals träumen Menschen davon, Deutschland zu verlassen, weil sie mit ihrer momentanen Situation nicht zufrieden sind. Sie sehnen sich nach einem Neuanfang, sei es im Beruf oder Privatleben. Nun heißt es aber: Nichts überstürzen. Potentielle Auswanderer müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie in China eine ganz andere Kultur und Sprache erwartet, an die es sich anzupassen gilt. Wer vorschnell das Heimatland verlässt, merkt wahrscheinlich bald, dass er sich in China doch nicht daheim fühlt, und bekommt Heimweh. Um dies zu vermeiden, sollte man also lieber etwas länger in sich gehen, um dann aber mit hundertprozentiger Überzeugung sagen zu können: „China wird meine neue Heimat.“


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