Bewerben und Jobsuche

Ist die Entscheidung gefallen, in China einen Beruf aufzunehmen, beginnt der schwierige Teil des Vorhabens: Die Jobsuche. Worauf muss dabei geachtet werden? Wie schreibe ich meine Bewerbung für ein chinesisches Unternehmen? Wie habe ich die besten Chancen? Diese und weitere Fragen stellen sich sicher viele Bewerber und Jobsuchende. Wer bei der Suche geschickt vorgeht und einige Regeln beachtet, erfüllt die wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein.

Für Interessenten am Arbeiten in China bestehen zwei Möglichkeiten: Entweder sie gehen als Expatriate, also über ein internationales Unternehmen, ins Ausland oder sie bewerben sich direkt bei einem chinesischen Unternehmen. Erstere haben den Vorteil, dass sie nicht auf Jobsuche gehen müssen und meist auch eine Wohnung gestellt bekommen. Des Weiteren wird es kaum ein Problem sein, ein Visum zu bekommen. Vor allem, weil der Aufenthalt nur von begrenzter Dauer ist. Weiterhin ist die Bezahlung meist höher, da westliche Gehälter (plus Auslandszuschlag) gezahlt werden.

Stellensuche

Für alle anderen wird es ein wenig komplizierter und zeitaufwändiger. Die beste Quelle für Stellenangebote in China ist das Internet. Auf zahlreichen Online-Stellenbörsen, wie beispielsweise die der Deutschen Außenhandelskammer, sind auch internationale Angebote einzusehen. Eine weitere Hilfe bei der Jobsuche kann die Bundesagentur für Arbeit sein. Insbesondere die ZAV (Zentralstelle für Arbeitsvermittlung) spezialisiert sich auf internationale Stellenangebote. Wie auch in Deutschland, gilt in China: Vitamin B ist das A und O. Beziehungen nach und in China verschaffen dem Bewerber einen großen Vorteil und vor allem einen Vorsprung vor Mitstreitern.

Bewerben

Hat der potentielle Arbeitnehmer eine passende Stellenanzeige gefunden, geht es an die Bewerbung. Aber was muss hierbei beachtet werden? Bezüglich der Grundstruktur kann sich der Bewerber an deutschen Standards orientieren, also ein kurzes, aber prägnantes Anschreiben sowie ein Lebenslauf mit Datum Unterschrift, Foto und Zeugnissen. Im Anschreiben sollten die persönliche Qualifikation, Motivation sowie relevante berufliche Erfahrungen erwähnt werden.

Wer schon einmal ein Praktikum absolviert hat, kann der Bewerbung eine Bescheinigung beilegen, sofern diese für die gewünschte Stelle relevant erscheint. Mehr Eindruck schinden in China allerdings Empfehlungsschreiben, beispielsweise von ehemaligen Professoren oder Arbeitgebern.

Was in China für den persönlichen Umgang mit Arbeitskollegen und Vorgesetzten gilt, muss auch in der Bewerbung beachtet werden. So gilt es, einen vertrauenswürdigen Eindruck zu machen, Titel zu beachten und Respekt zu zeigen.

Der Lebenslauf sollte nicht länger als zwei Seiten und auf die entsprechende Position zugeschnitten sein. Der Bewerber sollte insbesondere auf folgende Punkte eingehen: persönliche Daten, Ausbildung, Berufserfahrungen, Praktika, besondere Kenntnisse sowie weiteres Engagement.

Sofern der potentielle Arbeitnehmer über Chinesischkenntnisse verfügt, kann er sich aussuchen, ober er Anschreiben und Lebenslauf in Chinesisch oder in Englisch verfasst. Bei der englischen Variante ist zu beachten, dass die Sprache in Wort und Schrift perfekt beherrscht werden muss. Dies ist in der Regel die wichtigste Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme in China.

Job-Interview

Ist diese Herausforderung gemeistert und die Unterlagen wurden per Post oder Email versandt, heißt es: Abwarten und Tee trinken. Wenn alles gut geht, erhält der Bewerber bald eine Einladung zum Vorstellungsgespräch oder Telefoninterview. Hier gilt es wieder, sich respektvoll und höflich zu verhalten, nicht zu viele Fragen zu stellen und sich im Vorfeld mit Land und Leuten sowie Umgangsformen vertraut zu machen.

Werden all diese Voraussetzungen beachtet und weiß sich der Bewerber gut zu präsentieren, steht dem persönlichen und beruflichen Glück in China nichts mehr im Wege und es heißt schon bald:

????(Gute Reise)


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