Wirtschaft China

Nachdem die Entwicklung von Markt- zu Planwirtschaft in Gang gesetzt war, kam es in China zu einem beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Mittlerweile wird das Land als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und bedeutende Handelsnation bezeichnet. Dennoch befinden sich viele Bereiche noch im Umbruch. So ist beispielsweise der Übergang von einer landwirtschaftlichen zu einer Dienstleistungs- und Industriewirtschaft noch nicht abgeschlossen.

Viele Millionen Menschen leben heutzutage noch auf dem Land und sind von den landwirtschaftlichen Erträgen abhängig. Allerdings verliert die Landwirtschaft an Bedeutung für das Bruttoinlandsprodukt. Hauptsächlich der eigene Markt bedient sich der Agrarprodukte. Angebaut werden unter anderem Reis, Weizen, Mais, Baumwolle, Tee und Tabak sowie Obst und Gemüse. Außerdem werden Schweinen und Geflügel gezüchtet.

Das Ziel der chinesischen Wirtschaftspolitik für die Zukunft ist es, ein soziales Gleichgewicht herzustellen. Da aber das Wohlstandsgefälle zwischen Land und Stadt von Jahr zu Jahr größer wird, stellt sich dieses Unterfangen als immer schwieriger dar. Um Abhilfe zu leisten, ist für die kommenden Jahre eine Verbesserung der Infrastruktur sowie des Sozialversicherungssystems vorgesehen. Mit der Optimierung von Straßennetzen und Verkehrsbedingungen ginge sicherlich ein Anstieg im Tourismussektor einher, der sich momentan auf Hongkong und Peking konzentriert.

Im Jahr 1992 wurde in China der Beschluss gefasst, die Planwirtschaft in eine „sozialistische Marktwirtschaft“ umzuwandeln. Chinas Bemühungen, auch von anderen Nationen als Marktwirtschaft anerkannt zu werden, sind groß. So ist nun die Privatisierung des staatlichen Sektors in vollem Gange. Zwar befinden sich immer noch viele Unternehmen in staatlichem Besitz, Firmenleitern werden aber stetig mehr Freiheiten eingeräumt.

Im Jahr 2007 war in der Volksrepublik ein Wirtschaftswachstum von fast 12 Prozent, aber auch eine steigende Inflationsrate zu verzeichnen. Das Wachstum ist auf die gute Entwicklung der Industrie- und Dienstleistungssektoren zurückzuführen. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch ein erkennbarer Rückgang an Rohstoffen und Engpässe in der Energieversorgung. Diese Tatsache und die hohe Umweltverschmutzung im Land führten zum Vorhaben der Regierung, den Energieverbrauch in den kommenden Jahren um 20 Prozent zu senken.

Trotz aller Hürden, die die chinesische Wirtschaft noch zu überwinden hat, wird die „Wachstumslokomotive“ China in der Zukunft kaum zu bremsen sein. Schon jetzt ist sie neben Japan die entscheidende Wirtschaftsmacht Asiens.


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